Szenario-Zusammenfassung
Eine Krankenhaus-Zentralküche produziert täglich 1.500-6.000 Patientenmahlzeiten in mehreren medizinisch verordneten Kostformen: Vollkost, natriumarm, diabetisch, renal, kardial, glutenfrei, laktosefrei, neutropen (immunsupprimiert), passiert, Dysphagie-Kostformen. Die Tabletts jeder Kostform müssen zwischen Auslieferungen sanitisiert werden.
Die Reinigungsaufgabe
Diätspezifische Kreuzkontamination ist das regulatorische Risiko. Eine Spur Gluten auf dem Tablett eines Zöliakie-Patienten löst einen Krankenhaus-Vorfallsbericht aus. Neutropene Patienten erfordern extreme Sanitisierung (Chemotherapie-Patienten haben supprimiertes Immunsystem — die Bakterienlast-Toleranz liegt 100-fach unter der gesunder Personen). KRINKO-Empfehlungen (Kommission für Krankenhaushygiene am RKI) und IfSG §23 verlangen dokumentierte Hygieneketten.
Empfohlene PTW-1900-Konfiguration
Kammer: Standard 750 × 1000 × 1900 mm.
Beheizung: Dampf 7 kW (Krankenhäuser haben Dampfinfrastruktur für Sterilisation).
SPS-Profile:
- Standard 6 min — tägliche Mischkost-Tablettreinigung
- Neutropen-Zyklus 12 min — verlängerte Sanitisierung für Tabletts immunsupprimierter Patienten (gehaltene 90 °C Spülung)
- Allergen-Reset 8 min — zwischen Gluten/Laktose/Nuss-Allergen-Produktion
- Diät-Reset 6 min — Sanitisierung zwischen aufeinanderfolgenden Diät-Auslieferungen
Reiniger: Krankenhaus-tauglicher Alkalireiniger (rückstandsarme Formulierung). Säure-Klarspüler zur Entfernung von Mineralrückständen.
Dokumentation: Die SPS integriert sich in das vorhandene Hygienedokumentationssystem (z. B. HyKoMed, Hygiene-Module der Klinikinformationssysteme). Zyklus-Logs werden Teil der Infektionsschutz-Nachweisbasis nach IfSG.
Erwarteter ROI
- Personaleinsparung: 3 Spülkräfte → 1 → ~118.000 €/Jahr (DE-Vollkosten 26 €/h)
- Risikoreduktion nosokomiale Infektion: Vermeidung eines Vorfalls (45.000-450.000 € institutionelles Exposure)
- Netto-Jahreseinsparung: ~125.000 € plus Risikoreduktion
- Amortisation: ~5 Monate
Krankenhaus-Catering-FAQ
F: Neutropen-Patiententabletts — welche Sanitisierungsspezifikation? A: Die Krankenhaushygiene fordert typisch eine gehaltene 90-°C-Spülung über 8+ Minuten. Die PTW-1900 unterstützt ein kundenspezifisches Neutropen-Profil, das diese Spezifikation erreicht.
F: Wie verknüpfen wir Zyklus-Logs mit spezifischen Patiententabletts für die Vorfallsuntersuchung? A: Optionale Barcode-Tablett-IDs werden vor dem Beladen gescannt. Jede Tablett-ID ist mit einem Zyklus-Log verknüpft. Ermöglicht forensische Rückverfolgung bei Infektionsuntersuchungen nach IfSG.
F: Können wir isolierte Speisetabletts (Wärmehauben) waschen? A: Ja, auf demselben Wagen wie Standardtabletts. Die Hauben sind lebensmittelechter Kunststoff mit Temperaturfreigabe ≥ 90 °C.